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  • AutorenbildUrsula

Belize nach Guatemala 23.12.22-13.1.23

Wir verbringen ruhige Weihnachtstage in Belize City und reisen anschliessend weiter in den Ferienort Placencia mit viel karibischem Flair. Dort beziehen wir ein schönes Ferienhaus welches nur mittels Ponton über den Kanal zu erreichen ist. Für diese Woche reisen auch Thomas’ Tochter Sandra und ihr Freund Roger an um mit uns den Jahreswechsel zu verbringen. Als erstes werden alle Supermärkte erkundet um einen Überblick über die bescheidenen verfügbaren Mittel zu erhalten. Leider ist Fleisch und Fisch nur tiefgefroren erhältlich, darum entscheiden wir uns eher für vegetarisches Essen. Umso mehr berücksichtigen wir die kleinen Restaurants im hübschen Ort wo es hervorragenden Fisch und Meeresfrüchte gibt.

Wir werden direkt vor unserm Haus für einen Bootsausflug zur die Insel Moho Caye abgeholt. Dort erkunden wir zuerst die von türkisblauem Wasser umgebene Insel und beobachten die Pelikane beim Fischen.

Anschliessend schnorcheln wir um die Insel und erfreuen uns an dem schön erhaltenen Riff mit vielen kleinen Fischen. Unser Guide taucht immer wieder ab auf der Suche nach Langusten. Die Ausbeute, leider nur zwei Stück für acht Leute, wird dann gleich auf den Grill gelegt und wir geniessen das mit Poulet und Salat ergänzte Mittagessen.

Auf dem Rückweg stoppen wir auf einer Pirateninsel mit viel Unterhaltung, Outdoor Spielen und teuren Drinks. Schlussendlich, kurz vor dem Festland, halten wir Ausschau nach Seekühen, welche sich aber leider nicht blicken lassen.

Ansonsten geniessen wir den Pool und ruhen uns nochmals aus bevor es auf die 35 tägige Reise nach Panama geht.

Der letzte Aufenthaltsort in Belize ist San Ignazio wo wir die Mayastätte Caracol besuchen, deren Hauptpyramide noch heute das grösste von Menschenhand erschaffene Bauwerk des Landes ist.

Der Weg dorthin ist anfangs gut ausgebaut aber für die letzten Kilometer braucht es sehr viel Zeit über die immer enger werdende, mit Schlaglöchern durchsetzte Naturstrasse. Kein Wunder hat es hier sehr wenige Besucher.

Unterwegs stoppen wir beim Big Rock Fall und erhaschen einen Blick auf die Rio On Pools.

Dann geht es über die Grenze nach Guatemala. Wir erwarten dass die Aus- und Einreise bestimmt gegen 4 Stunden dauert, werden aber angenehm überrascht: alles ist bestens organisiert und wir sind in einer Stunde durch inklusive Auto Desinfektion. In Flores liegt die hübsche, aber ärmliche Altstadt mit den farbigen Häusern auf einer kleinen Insel, welche man in einer halben Stunde zu Fuss umrunden kann. Der See ist übervoll, so dass man oft auf höher gelegene Strassen ausweichen muss.

Wir fahren zur anderthalb Stunden entfernten berühmten Mayastadt Tikal. Die Anlage ist enorm gross und wir verschaffen uns einen ersten Überblick von einem Turm aus, welcher über die Baumwipfel ragt. Die gut erhaltene Plaza Grande und viele eindrückliche Tempel sind den Besuch der Stätte auf jeden Fall wert.

Die folgende Etappe von 260km nach Lanquin ist auf dem Navi mit 6 ½ Stunden vorhergesagt. Die Strassen sind gut ausgebaut und wir fahren quer durch eine schöne Berglandschaft. Unterwegs gilt es einen Fluss mittels einer Fähre zu überqueren. Diese hat aber nach dem Verlad eines Viehtransporters heftig Schlagseite und das Wasser muss während längerer Zeit ausgepumpt werden. Zum Glück gibt es 2 kleine private Fähren, welche gerade Mal zwei Autos laden können und wir entscheiden uns für diese Option, obwohl das Be- und Entladen etwas abenteuerlich wirkt.

Und plötzlich, in Richtung eines weitern Passes, ist die Strasse nicht mehr geteert und wir befinden uns auf einem steilen Bachbett mit viel Geröll. Der Allrad wird eingeschaltet und es geht für die nächsten 2 Stunden nur noch langsam und teilweise im Schritttempo vorwärts.

Unterwegs werden wir von Wegelagerern aufgehalten, welche einen Wegzoll verlangen. Nach einigem Verhandeln bezahlen wir und die Strassensperre wird weg geräumt. Weiteren Wegelagerern bezahlen wir aber nichts mehr und fahren einfach durch. Schlussendlich brauchen wir für die ganze Strecke 8 Stunden und wir kommen ziemlich gerädert in unserm einfachen Hostal oberhalb von Lanquin an, dessen 10 km Zufahrt wieder Allradantrieb erfordert.

Am nächsten Morgen geht es auf eine Wanderung zum Aussichtspunkt des Naturparkes Semuc Champey mit einer überwältigenden Aussicht auf den terrassenförmigen Verlauf des Flusses mit den azurblauen Pools, wo man sich nach dem harten Auf- und Abstieg erfrischen kann.

Unsere nächste Unterkunft nach einem Übernachtungsstop unterwegs befindet sich in Santa Catarina in der Nähe von Panajachel am Atitlansee umgeben von gut 3000 m hohen Vulkanen. Unser Hotel liegt direkt am See wo wir gleich bei einem Bootsführer eine Privattour für den nächsten Tag buchen. Früh geht es los, bei schönstem Wetter mit Blick auf die beleuchteten Vulkane in einer mystischen, leicht nebligen Stimmung.

Wir besuchen drei Dörfer wo wir uns die Kaffee- und Kakaoherstellung erklären lassen, bewundern die Textilkunst der einheimischen Frauen, entdecken einige schöne Wandmalereien und geniessen ein wunderbares Mittagessen direkt am Wasser.

Auf dem Weg nach Antigua erhaschen wir einen letzten Blick auf den idyllisch gelegenen See.

Antigua ist eine besuchenswerte schöne Kolonialstadt mit farbigen Häuserzeilen und einigen antiken Kirchen und Klosteranlagen. Die Stadt verfügt auch über eine hohe Dichte an sehr guten Restaurants.

Es gibt auch einen öffentlichen Waschplatz, welcher zumindest in kleineren Ortschaften immer noch aktiv von der Bevölkerung genutzt wird.

Morgens um 6 Uhr früh geht es mit einer geführten Tour zum aktiven Vulkan Pacaya. Ein zwei stündiger Spaziergang zu den Lavafeldern ist angesagt, welcher sich als steiler, anstrengender Weg nach oben auf 2200 m herausstellt Wir werden von einigen Pferden und deren Besitzern begleitet, welche uns immer wieder ihr Pferd als ‘Taxi’ anbieten. Auf dem Campamento haben wir freie Sicht auf den dampfenden Vulkan, dessen Lavaflanke und zwei benachbarten Vulkane. Unser Guide grilliert uns zur Belohnung Marshmallows in den heissen Lavasteinen.

Guatemala ist nochmals etwas ärmlicher als Mexiko aber die eindrückliche Natur, die Kultur und das gute Essen machen die Reise zu einem grossartigen Erlebnis.

Zum Schluss einige Eindrücke von Land und Leuten:

Die letzte Station in Guatemala ist Chiquimula kurz vor der Grenze nach Honduras. Der nächste Beitrag wird von der Weiterreise durch Honduras, Nicaragua und Costa Rica handeln.


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