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  • AutorenbildUrsula

Alaska Cruise Vancouver nach Seward 26.5.-3.6.22

Das Einchecken in Vancouver inklusive Sicherheitskontrolle dauert länger als für einen Langstreckenflug. Nach knapp zwei Stunden sind wir an Bord der Silver Muse von Silversea und beziehen unsere luxuriöse Terrassen-Suite.

Gegen Abend fahren wir bei durchzogenem Wetter los durch die Inside Passage Richtung Ketchikan wo wir am übernächsten Morgen anlegen.

Ketchikan nennt sich Lachshauptstadt und ist stolz auf die 4-5000 mm Regen pro Jahr wovon wir auch etwas abbekommen. Das Städtchen selbst ist mit vielen farbigen Häusern hübsch angelegt.

Wir machen eine Tour zum Saxman Native Village wo wir die Geschichte der Tlingit-Indianer erzählt bekommen. Zum Stamm gehören die moiaties ‘Adler’ und die ‘Raben’, welche strikt nur einen Ehepartner der anderen Gruppe heiraten dürfen. Die Tlingit führen in einem traditionellen Langhaus eine Tanzshow auf mit wildem Gesang und Geschrei im Rhythmus von lauten Trommelschlägen. Wir lernen viel über das Herstellen und die Tradition der Totempfähle, welche Geschichten über die Familien und der Stämme erzählen, aber auch mal als Strafe einer Ungebührlichkeit aufgestellt werden bis diese gesühnt ist..

Gegen Abend legt das Schiff ab und wir segeln bei immer besser werdendem Wetter nach Juneau. Unser geplanter Wanderausflug wird wegen zu viel Schnee abgesagt. Darum geht es erst Mal mit dem Goldbelt Tramway (Gondelbahn) auf den Hausberg ‘Mount Roberts’ mit schöner Aussicht auf das Städtchen.

Ein Spaziergang durch Juneau mit den vielen touristischen Läden darf natürlich auch nicht fehlen.

Das Highlight am Nachmittag ist der Heliflug auf den Mendenhall Gletscher inklusive Schlittenhundefahrt bei schönstem Sonnenschein. Die 240 Hunde und deren Führer aus der Gegend von Fairbanks sind den ganzen Sommer in einem einfachen "Tainingscamp" auf dem Gletscher stationiert.

Skagway war das Tor zum Yukon während dem Klondike Goldrausch Ende des 18. Jahrhunderts. Die Schürfer kämpften sich über den knapp 1000m hohen White Pass nach Kanada und mussten beim Grenzübertritt Verpflegung für ein ganzes Jahr vorweisen.

Wir aber besteigen den legendären Zug um einen Teil dieser berühmt-schönen Strecke bis zur kanadischen Grenze bequem zu bewältigen.

Der Rundgang durch das Pionierstädtchen mit vielen Gebäuden, welche an alte Zeiten erinnern und ebenso vielen Souvenirläden mit essentiellem Zubehör ist schon wegen dem Schrittzähler ein Muss.

Am späten Nachmittag segeln wir zurück Richtung Sitka durch den wunderschönen Fjord bei angenehmen Temperaturen bis spät in die Nacht hinein.

In Sitka fällt die Katamaran-Tour mit Ottern, Bären, Walen und Seelöwen wegen eines Bootdefekts leider aus. Nebelschwaden hängen über der Stadt und wir begeben uns auf einen Spaziergang durch die Flaniermeile, am russischen Bischofshaus und der orthodoxen Kirche vorbei. Übrigens Russland hat im 19. Jahrhundert Alaska an die USA für ein Trinkgeld verkauft (wenn das nicht so passiert wäre, wären wir wohl heute nicht hier). Weiter geht’s via die Mole zum historischen Park mit den vielen Totempfählen.

Der wohl eindrücklichste Teil der Cruise steht uns heute bevor: das Wetter ist strahlend schön und wir nähern uns dem gewaltigen Hubbard Gletscher, welcher unter lautem Dröhnen und Getöse hin und wieder kalbert. Wir haben Glück, es hat nicht allzu viele treibende Eisschollen und dadurch können wir sehr nahe an den Gletscher heranfahren.

Leider ist diese unvergessliche Kreuzfahrt am nächsten Morgen in Seward schon zu Ende. Wir nehmen von der aufmerksamen und herzlichen Crew Abschied und fahren mit dem Bus auf einer traumhaften Strecke, an Seen und Bergen vorbei, nach Anchorage.

In Anchorage machen wir am Mittag einen Spaziergang zum weltweit grössten Wasserflughafen mit durchschnittlich 190 Flügen pro Tag. Die vielen Flugzeuge liegen im Wasser wie bei uns die Boote am Steg. Anschliessend gibt es einen kleinen Lunch in der Sonne bei 24°.

Auf dem Rückflug nach Vancouver bestaunen wir die weisse Berglandschaft mit den riesigen Gletschern und freuen uns, dass wir Alaska auf dem Landweg in gut einem Monat nochmals besuchen werden.

Nun verbringen wir zwei Wochen in Vancouver Nord und danach geht es Richtung Banff Nationalpark.

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